Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ungeliebte Gewohnheiten in den Griff bekommen



Gewohnheiten ändern, sei es im privaten oder im beruflichen Bereich, ist schwer. Sie führen uns durchs Leben, ohne sie wäre unser Gehirn überfordert von den Details des Alltags. Gewohnheiten geben uns Sicherheit. Deshalb ist es auch so schwer sie zu ändern.

Ändern können Sie Gewohnheiten nur, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Sie müssen es wirklich wollen! Sie müssen einen Punkt (manchmal auch einen schmerzlichen) erreicht haben, an dem Sie meinen: „So, jetzt reicht’s mir. Ich muss etwas verändern.“ Nur dann haben Sie die entsprechende Motivation.

  • Sie müssen feststellen, dass der Nutzen größer ist als Ihre Mühe, um die Gewohnheit zu ändern.

Gewohnheiten sind in unserem Gehirn verankert. Es erfordert viel Kraft sich anders zu verhalten. Es bedarf daher am besten eines Handlungsplans:

Welche Verhaltensweise(n) wollen Sie ändern?

Stellen Sie zuerst fest, was genau Sie verändern möchten. Bleiben Sie nicht zu vage, sondern legen Sie genau fest, wie die Änderung aussehen soll. Falls es mehrere Angewohnheiten sind, machen Sie sich eine Liste.

Überlegen Sie genau, warum Sie bestimmte Dinge tun oder nicht tun

Denken Sie darüber nach welche Vor- und Nachteile es hat, warum Sie bestimmte Angewohnheiten haben. Alle unsere Verhaltensweisen haben einen bestimmten Grund. Ihren Grund sollten Sie herausfinden.

Finden Sie Alternativen

Im nächsten Schritt überlegen Sie, ob Sie etwas anderes tun könnten, um einen vergleichbaren Nutzen zu erhalten. Ersetzen Sie ein unerwünschtes Verhalten durch diese Alternative.

Ändern Sie immer nur eine Gewohnheit

Seien Sie nicht zu streng mit sich, Sie können nicht alles auf einmal ändern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie sich überfordern und wieder in alte Muster zurückfallen. Fangen Sie mit einer Angewohnheit an, die aus Ihrer Sicht am einfachsten zu verändern ist oder die Ihnen am wichtigsten erscheint.

Überwinden Sie Anlaufschwierigkeiten

Manchmal braucht man eine gewisse Zeit, um einen Entschluss in die Tat umzusetzen. Uns fallen tausend andere Dinge ein und wir verschieben den Beginn der Umsetzung immer wieder. Schaffen Sie sich optimale Voraussetzungen, um sich der Sache anzunehmen. Schützen Sie sich vor Ablenkungen, planen Sie Ihr Vorhaben fest ein und setzen Sie sich einen Termin im Kalender.

Wiederholen und Verstärken

Um eine neue Gewohnheit zu etablieren, muss sie ständig wiederholt werden. Erst wenn Sie Ihre neue Gewohnheit bewusst oft wiederholen, ist gewährleistet, dass sie in Routine übergeht, dass sie sich fest verankert.

Nehmen Sie sich Zeit

Es dauert 4-8 Wochen, bis sich eine neue Gewohnheit festgesetzt hat. Werden Sie sich bewusst, dass es Zeit braucht und bleiben Sie dran.

Überlegen Sie sich eine Belohnung

Legen Sie im Vorhinein fest, wie Sie sich belohnen können, wenn Sie eine Gewohnheit erfolgreich ändern konnten. Lassen Sie sich z.B. bei einem Wellness-Tag verwöhnen oder tun Sie irgendetwas anderes schönes. Halten Sie sich diese Belohnung immer wieder vor Auge, das hilft Ihnen dabei Ihr Vorhaben durchzuhalten.

Freitag, 15. September 2017

Hängemappen für Kleinkram verwenden



Oftmals weiß man nicht, wie man am besten seine Schubladen bestückt – aus Platzmangel liegen Dinge übereinander und man findet dann nichts mehr. Hier können Hängemappen - unten und seitlich geschlossen – helfen.
 
Beispiele zum Bestücken der Hängemappen:

  • Briefmarken, Portopreislisten, Paketaufkleber
  • Adressaufkleber
  • Rückenschilder
  • Briefumschläge
  • Grußkarten
  • Beschriftungsetiketten für die Hängemappen
  • Klarsichthüllen
  • Papierregister
  • Schreibblöcke, Schmierpapier
  • Schnellhefter, Mappen
  • Listen und Vordruck, die Sie häufig benötigen
  • eigene Flyer und Broschüren
  • fremde Flyer und Visitenkarten (nur, wenn es nicht zu viele sind)
  • Bedienungsanleitungen - wenn es zu viele werden in Stehsammler oder Karton verlagern
  • Lesestoff (regelmäßig ausdünnen)
  • Zeitungsartikel, die Sie sammeln möchten (regelmäßig ausdünnen)

Dienstag, 8. August 2017

Vom Volltischler zum Leetischler


Sind Sie ein „Volltischler“? Dann verbringen Sie wahrscheinlich täglich einige Zeit mit Suchen. Ein großer Teil dieser Zeit wird unbemerkt vertan, aber im Laufe des Tages kommt doch einiges zusammen! Ein ungeordneter Arbeitsplatz sorgt zusätzlich permanent für ein ungutes Gefühl.

Nachfolgend ein paar Tipps, die Abhilfe bieten können:

Eingangspost täglich bearbeiten
Die Eingangspost sollte jeden Tag gesichtet werden und wie in meinem Artikel Posteingang beschrieben, bearbeitet werden.

Aufgaben sichtbar beenden
Gewöhnen Sie es sich an, nach jedem Abschluss einer Aufgabe alle dafür benötigten Unterlagen konsequent wegzuräumen.

Heute anfangen
Warten Sie nicht auf den richtigen Tag, an dem Sie „mal ganz gründlich aufräumen werden“, der wird wahrscheinlich nie kommen. Sondern versuchen Sie mit Hilfe der Salamitechnik voran zu kommen. Scheibe für Scheibe, bzw. Stück für Stück arbeiten Sie sich voran. Nutzen Sie jeden Tag eine bestimmte Zeit, z.B. zu Beginn oder am Ende des Arbeitstages 10 Minuten, um einen Teil aufzuräumen.

Wirklich ausmisten
Schmeißen Sie konsequent Sachen weg, die nicht mehr benötigt werden. Das fällt am Anfang schwer, wird aber mit der Zeit immer leichter. Beachten Sie aber bei wichtigen Dokumenten die Aufbewahrungsfristen.

Überflüssiges vom Schreibtisch entfernen
Auf dem Schreibtisch sollten nur die Sachen stehen, die täglich benutzt werden. Der Rest muss in den Schubladen, Regalen oder im Schrank verschwinden. Dabei ist zu beachten, dass Dinge, die häufiger gebraucht werden nahe und andere weiter weg verstaut werden.

Von außen betrachten
Sehen Sie sich immer mal wieder Ihren Arbeitsplatz so an, als sähen Sie ihn zum ersten Mal. Sie werden auf diese Weise wahrscheinlich so einiges entdecken, was überflüssig oder ungeordnet herumsteht.

Alles betriebsbereit halten
Für die Instandsetzung Ihrer Arbeitsmittel sollten Sie sich immer direkt Zeit nehmen. Sie sparen keine Zeit, wenn Sie das aufschieben, im Gegenteil!

Regelmäßigen Ablageturnus einführen
Legen Sie fest zu welchen Terminen Sie sich in Zukunft um Ihre Ablage kümmern. Diese Termine regelmäßig einplanen, damit sich nicht zu viel anhäuft.

Zwischenablage anlegen
Wenn Sie es nicht schaffen Ihre Ablage regelmäßig zu erledigen, kann eine Zwischenablage sinnvoll sein. Diese kann in einem Pultordner, in Hängemappen oder in einer Schubladenbox erfolgen.

Ritual am Abend
Bringen Sie vor dem Verlassen des Büros den Schreibtisch in Ordnung für einen guten Start am nächsten Tag.

Weitere Ideen zu diesem Thema finden Sie noch unter den Stichworten: Papierstapel, ordentlicher Schreibtisch, Ausmisten

Samstag, 1. Juli 2017

Neue Grenze für GWG ab 2018



Nun wurde auch die Erhöhung der Grenze für die Sofortabschreibung von 410 EUR auf 800 EUR beschlossen. Somit können künftig GWG bis zu einem Wert von 800 EUR sofort abgeschrieben werden, also die Kosten in voller Höhe sofort als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
 
Die Erhöhung gilt für Wirtschaftsgüter, die ab 01.01.2018 angeschafft werden.


Dienstag, 20. Juni 2017

Singletasking anstatt Multitasking




Multitasking sieht "busy" aus, effektiv ist es aber nicht. Daher ist Singletasking auf
Dauer die bessere Lösung. Man arbeitet ruhiger und im Endeffekt effizienter.

Nachteile Multitasking:

· Raubt dem Körper und Geist Energie
· Brennt den Körper schneller aus
· Die Konzentration lässt schneller nach
· Es passieren mehr Fehler

Singletasking einzuhalten ist leichter gesagt als getan. Im Alltag werden wir oft von
Telefonklingeln, Outlook-Benachrichtigungen oder vom Chef und den Kollegen
unterbrochen. Mit den folgenden Tipps können Sie daran arbeiten Singletasking
mehr in Ihren Alltag einfließen zu lassen:

Aufgaben planen
Planen Sie Ihre Woche und Ihren Arbeitstag. Dabei ist es wichtig sich nicht zu viel
vorzunehmen. Verplanen Sie nur einen bestimmten Teil Ihrer Zeit und halten Sie den
Rest frei für Unvorhergesehenes.
· Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach Priorität
· Planen Sie aber auch regelmäßige Pausen mit ein

Zeiten festlegen
Berücksichtigen Sie bei Ihre Tagesplanung welche Aufgabe wichtig sind, wie lange
diese dauern (an Puffer denken!) und wann es am besten gelingen könnte, diese
ungestört zu bearbeiten.

Störungen ausschalten

Falls möglich, stellen Sie alles ab, was Sie unterbrechen könnte, wie E-Mail-
Benachrichtigungen und Ihr Handy. Schließen Sie Ihre Türe und vielleicht können
Sie zusätzlich noch einen Zettel an Ihre Bürotür hängen, wann Sie wieder zu
sprechen sind. Wenn es geht ev. auch das Telefon umleiten.

Nur auf eine Tätigkeit konzentrieren und abschließen
Das fällt oft schwer - vor allem unter Zeitdruck. Wenn Sie merken, dass Sie hektisch
von einer Sache zur nächsten springen, hilft es kurz inne zu halten, durchzuatmen
und vielleicht sogar eine kleine Pause zu machen, um wieder einen klaren Kopf zu
bekommen.

Notizbuch nutzen
Legen Sie sich ein Notizbuch auf den Schreibtisch. Dort können Sie zwischendurch
Sachen und Gedanken aufzuschreiben, die später zu erledigen sind.

Dranbleiben
Singletasking erfordert Konsequenz und Übung, das geht nicht von heute auf
morgen. Eingefleischte Gewohnheiten brauchen eine Zeitlang bis man diese
abgeschüttelt hat, wir müssen das neue Verhalten sehr oft wiederholen, bevor es
etabliert ist. Auch ist es im Alltag oftmals nicht einfach, Singletasking umzusetzen.
Also immer dranbleiben und nicht aufgeben – es lohnt sich!